LIFE-Stellungnahme zum Auftrag der schwedischen Regierung zur Durchführung eines wissenschaftlichen Projekts über pelagische Bestände in der Ostsee
Low Impact Fishers of Europe (LIFE) unterstützt den von der schwedischen Agentur für Meeres- und Wasserwirtschaft (SWAM) vorgelegten Projektentwurf, mit dem dem Auftrag der schwedischen Regierung entsprochen wird, die Heringsgewässer der zentralen Ostsee mit Schleppnetzen zu schließen. Der Projektentwurf wurde den Mitgliedern des Ostseebeirats im September 2024 zur Konsultation vorgelegt.
Gesunde Heringsbestände sind für das Ökosystem der Ostsee von entscheidender Bedeutung, doch wurden in allen Untergebieten der Ostsee entlang der schwedischen Küste negative Trends beobachtet. Dazu gehören eine abnehmende Alters- und Größenstruktur sowie eine Verringerung der Biomasse und der Abundanz. Mit diesem wissenschaftlichen Projekt soll untersucht werden, ob räumliche Fischereimanagementmaßnahmen den Zustand der Heringsbestände an der schwedischen Küste verbessern könnten.
In einem vorgeschlagenen Untersuchungsgebiet in der zentralen Ostsee sollen jährliche Fangbeschränkungen für Unionsschiffe mit Schleppnetzen für pelagische Bestände getestet werden, mit einer Ausnahme für Schiffe unter 24 Metern, die Fisch für den direkten menschlichen Verzehr fangen. Als Auftrag der schwedischen Regierung wird sich das Projekt auf die schwedischen Fischereien konzentrieren, wobei die vorgeschlagenen Fischereiverordnungen als nationale Maßnahmen gemäß Artikel 20 der Grundverordnung umgesetzt werden sollen.
Ziel des Projekts ist es, die Wirksamkeit räumlicher Fischereimanagementmaßnahmen zu bewerten und im Erfolgsfall vorzuschlagen, wie solche Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit der Heringsbestände in der Ostsee beitragen könnten. LIFE unterstützt diese Initiative und ermutigt zu weiteren Anstrengungen zur Verbesserung eines nachhaltigen Fischereimanagements bei gleichzeitiger Gewährleistung der Widerstandsfähigkeit des Ökosystems der Ostsee.
